Stuth und Schramm sind Südhessische Meister

Wetterpech und schlechte Bedingungen

Am vergangenen Wochenende starteten die Leichtathleten des TSV Amicitia Viernheim bei drei verschiedenen Wettkämpfen. Dabei hatten sie mit Wind, Regen oder nicht optimalen Wettkampfanlagen zu kämpfen. Dennoch sicherten sich Rebecca Stuth und Günter Schramm vier Titel bei den Südhessischen Seniorenmeisterschaften.

Werferin Stuth startete am Samstag mit dem Kugelstoßen der Altersklasse W30. In Erbach landete der weiteste Versuch bei 11,78 Metern und sicherte ihr den Sieg. Gleiches gelang ihr mit 30,90 Metern im Speerwurf und mit dem Diskus, den sie 35,01 Meter weit warf.

Durch den drehenden Wind und leichten Regen blieb Stuth in allen Disziplinen deutlich hinter ihren Jahresbestwerten zurück.

Auch Schramm blieb in der M50 hinter seinem Leistungsvermögen zurück. Nach langer Verletzungspause und wenig Training erwartete der Viernheimer keine überragenden Leistungen. Trotzdem sicherte er sich mit der sechs Kilogramm schweren Kugel den Meistertitel. In seinem besten Versuch stieß Schramm die Kugel auf 10,40 Meter.

Hinzu kamen noch zwei zweite Plätze. Im Hochsprung überquerte der TSV-Jugendtrainer 1,45 Meter und im Weitsprung landete er bei 4,74 Metern.

Aufgrund der schwierigen Voraussetzungen und der verkürzten Anläufe in den Sprungdisziplinen zeigte sich Schramm durchaus zufrieden.

Münchenbach nach Worms eingeladen

Am gleichen Tag sprang Susan Münchenbach bei einem Einladungswettkampf der TG Worms. Im Rahmen der Feier zum 100-jährigen Bestehen der Leichtathletikabteilung lud der Verein Weitspringerinnen aus der ganzen Region mit einer Bestleistung über 5,50 Metern ein.

Die Athletinnen hatten jedoch mit Regen und einer unebenen Anlaufbahn zu kämpfen. So war bereits Münchenbachs erster Sprung auf 5,14 Metern der weiteste Satz der Viernheimerin an diesem Tag. Damit konnte sie nicht um die vorderen Platzierungen mitkämpfen.

Susan Münchenbach Weitsprung Egelsbach 2019
Susan Münchenbach erzielte beim Weitsprung in Egelsbach die Tagesbestweite. (Foto: cm)

Einen Tag später lief es für die 26-jährige trotz teilweise böigen Wind besser. Bei den offenen Meisterschaften des Leichtathletik-Kreises Darmstadt-Dieburg sprang Münchenbach 5,34 Meter. Damit gelang ihr die Tagesbestweite bei den Frauen. Allerdings startete sie wie alle TSV-Leichtathleten an diesem Tag außer Wertung.

Jasmin Becht warf in der weiblichen Jugend U20 bei ihrem ersten Wettkampf mit dem 600 Gramm-Speer 23,50 Meter. Damit konnte sie ihre Leistungen aus dem Training leider nicht abrufen.

Keine guten Zeiten möglich

Besonders ärgerlich war der Wind für die Sprinter. Jochen Hofmann hatte in seinem Lauf über 100 Meter der Männer einen Gegenwind von 4,7 Metern pro Sekunde. Daher war auch keine schnellere Zeit als 12,46 Sekunden möglich.

Über die doppelte Distanz wurde zwar Rückenwind angezeigt. Dennoch sei man wie gegen eine Wand gelaufen. Auch hier war die Zeit von 24,92 Sekunden alles andere als zufriedenstellend für Hofmann.

Maximilian Lindermann schaffte es trotz der Windbedingungen, seine Bestzeit über 200 Meter auf 27,46 Sekunden zu steigern. Zuvor verbesserte er bereits im Hochsprung der Männer seine Bestmarke auf 1,56 Meter. Über 100 Meter hatte auch Lindermann mit starken Gegenwind zu kämpfen und überquerte die Ziellinie nach 13,93 Sekunden.

Ebenfalls bei den Männern startete Roland Münchenbach. Im Weitsprung landete er in seinem besten Versuch bei 4,80 Metern. Direkt im Anschluss an seinen letzten Sprung lief er die 100 Meter in 13,72 Sekunden. „Es hat sich angefühlt, als wäre ich aus der Grube direkt in den Startblock gegangen“, resümierte Münchenbach nach dem Lauf. (cm)

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