Kurpfalzgala in Weinheim – Leichtathleten des TSV Amicitia Viernheim messen sich mit nationaler Elite

Die Kurpfalzgala in Weinheim ist auf regionaler und nationaler Ebene ein renommierter Wettkampf. Sehr erfreulich war daher, dass einige TSV-AthletInnen sich einen Startplatz in den stark besetzten Feldern sichern konnten und gute Ergebnisse einfuhren.

Nina Stöhr bestätigt gute Form

Im Hochsprung startete Nina Stöhr für den TSV Amicitia Viernheim. Nachdem sie die erste Höhe (1,60 m) mit dem ersten Versuch überwunden hatte, brauchte sie für die 1,64 m und 1,68 m jeweils den dritten Versuch. Die 1,72 m übersprang sie, zur Freude ihres Trainers Marco Wühler, im ersten Versuch. Bei der nächsten Höhe (1,76 m), die eine neue persönliche Bestleistung gewesen wäre, fehlte nur ein Hauch. Besonders erfreulich sind die Stabilität in den Sprüngen der jungen Athletin und das Potenzial, auch größere Höhen überspringen zu können.

Voller Fokus auf den nächsten Versuch bei Nina Stöhr

Tagessieg und A-Norm für Stewart

Den sportlichen Höhepunkt des Wochenendes lieferte das Viernheimer Toptalent Tyrese Stewart im Sepp-Herberger-Stadion in Weinheim. In der Altersklasse der männlichen Jugend U20 untermauerte der Bundeskaderathlet seine Ausnahmestellung im deutschen Sprintnachwuchs eindrucksvoll. Über die 100 m ließ er der Konkurrenz keine Chance und stürmte in einer phänomenalen neuen persönlichen Bestzeit von 10,55 s mit einem Vorsprung von vier hundertstel Sekunden zum Tagessieg. Mit dieser Fabelzeit knackte er zugleich die begehrte A-Norm für die Deutschen Meisterschaften der Aktiven in Bochum-Wattenscheid.

Frauen-Power im Sprint und in der Staffel

Auch die Viernheimer Sprinterinnen zeigten sich in glänzender Verfassung. Sila Sönmezcicek bewies in der Frauenklasse über 100 m, dass nach ihrer verletzungsbedingt dosierten Hallensaison im Sommer wieder mit ihr zu rechnen ist. Bereits im Vorlauf qualifizierte sie sich mit 11,89 s für die Top 16 im Elite-Feld. Auf den B-Endlauf verzichtete sie anschließend aufgrund leichter Oberschenkelprobleme als reine Vorsichtsmaßnahme.

Sila Sönmezcicek nach ihrem Zieleinlauf im Vorlauf

Ein dickes Ausrufezeichen setzte Vereinskollegin Chantal Schramm. Sie erwischte im ersten Vorlauf der Frauen einen exzellenten Start und fightete sich in neuer persönlicher Bestzeit von 12,36 s als starke Zweite ins Ziel. Damit sicherte sie sich die direkte Qualifikation für das B-Finale und unterstrich ihre konstant ansteigende Formkurve für die anstehenden Sommermeisterschaften.

Chantal Schramm lief zur persönlichen Bestleistung über 100 m

Im hochkarätig besetzten Feld der 4×100-Meter-Staffeln mischte das TSV-Quartett ebenfalls vorne mit. In der Besetzung Marlene Schinagl, Chantal Schramm, Alesia Gojani und Zoe Amougou-Janzer zeigte die Staffel ein technisch sauberes Rennen. Dank fliegender Wechsel trommelte das Team eine gute Zeit von 50,13 s auf die Bahn und belohnte sich mit einem starken vierten Platz.

Hand in Hand ging der Staffel-Wechsel von Chantal Schramm und Alesia Gojani

Pech für Marc Mercier

Weniger Glück hatte der Viernheimer Athlet Marc Mercier im Weitsprung. Im national stark besetzten Weitsprung-Wettbewerb der Männer ging Mercier auf Weitenjagd. In einem anspruchsvollen Wettkampf, der von ständig wechselnden Windbedingungen geprägt war, präsentierte sich Mercier zwar hochkonzentriert im Anlauf, musste den Wettbewerb nach drei ungültigen Versuchen jedoch leider vorzeitig und ohne gültiges Resultat beenden.