Bei den Hessischen Meisterschaften der Aktiven und U16 am 30. und 31. Mai in Darmstadt mussten die Athletinnen und Athleten sich nicht nur starker Konkurrenz, sondern auch herausfordernden Wetterbedingungen stellen. Dennoch gelang es ihnen eine Reihe bemerkenswerter Ergebnisse einzufahren.
Gold für Sila Sönmezcicek

Für das herausragende Resultat am Samstag sorgte aus Vereinssicht Sila Sönmezcicek. Nach gesundheitlichen Problemen während der Wintermonate nutzte sie die Meisterschaften als erste wichtige Standortbestimmung. Bereits im Vorlauf über 100 m zeigte sie eine starke Leistung und qualifizierte sich souverän für die nächste Runde. Im Finale setzte sie sich schließlich in 11,97 s durch und sicherte sich den Titel der Hessischen Meisterin.
Auch über 200 m präsentierte sich Sönmezcicek in guter Form. Mit 25,10 s erzielte sie im Vorlauf die drittschnellste Zeit des Teilnehmerfeldes. Aufgrund aufkommender gesundheitlicher Beschwerden verzichtete sie anschließend auf die Teilnahme am Finale.
Tyrese Stewart sprintet zur Silbermedaille
Für eine der größten Überraschungen der Meisterschaften sorgte der U20-Athlet Tyrese Stewart. Der Nachwuchssprinter steigerte sich von Runde zu Runde und erreichte nach 10,98 s im Vorlauf sowie 10,73 s im Zwischenlauf das Finale der Männerkonkurrenz. Dort lief er trotz Verwarnung wegen Problemen am Start starke 10,68 Sekunden und gewann die Silbermedaille. Als jüngster Teilnehmer im Finale ließ er zahlreiche erfahrene Athleten hinter sich und wurde Hessischer Vizemeister.

Elias Maurer ging trotz eingeschränkter Vorbereitung an den Start. Aufgrund von Problemen mit der Achillessehne konnte er in den vergangenen Wochen nicht wie gewohnt trainieren. Mit konstanten Leistungen in den Vor- und Zwischenläufen qualifizierte er sich dennoch für das Finale und belegte dort in 10,91 s einen guten fünften Platz.
Chantal Schramm absolvierte ihren Vorlauf über 100 m unter schwierigen Bedingungen und erreichte eine Zeit von 12,76 s. Wegen muskulärer Beschwerden im Oberschenkel verzichtete sie anschließend auf weitere Starts im Einzel, um mit Blick auf die kommenden Wettkämpfe kein unnötiges Risiko einzugehen. Glücklicherweise konnte sie dennoch an der 4×100 m-Staffel teilnehmen.

Komplettiert wurde das Team durch Marlene Schinagl, Alesia Gojani und Zoe Amougou-Janzer, die ebenfalls solide Leistungen über 100 m zeigten. Schinagl erreichte 13,39 s, Gojani lief 13,58 s und Amougou-Janzer kam nach 13,63 s ins Ziel. Außerdem startete Maya Heidemann über die 400 m, musste das Rennen aber aufgeben.
Damen-Staffel rundet gelungenes Wochenende ab
Zum Abschluss der Meisterschaften ging die Frauenstaffel über 4×100 m an den Start. In der Besetzung Chantal Schramm, Zoe Amougou-Janzer, Marlene Schinagl und Alesia Gojani überzeugte das Quartett mit sicheren Wechseln und einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Mit einer Zeit von 50,37 s belegte die Staffel einen starken fünften Platz. Sprint-Trainer Günter Schramm zeigte sich nach dem Wochenende hochzufrieden.
Zimmermann mit persönlicher Bestleistung im Weitsprung
Linus Zimmermann (mU16) startete samstags im 100 m-Sprint und im Weitsprung. Mit 13,05 s blieb er etwas hinter seinen Möglichkeiten zurück. Besser lief es im Weitsprung. In seinem zweiten Versuch konnte Linus mit 5,31 m eine neue persönliche Bestleistung aufstellen. Der Sprung war solide, zeigte aber auch noch vorhandene Potenziale auf.
Nina Stöhr gewinnt Gold im Hochsprung
Den sportlichen Höhepunkt am Sonntag setzte Nina Stöhr im Hochsprung. Mit guten Sprüngen und einer übersprungenen Höhe von 1,68 m sicherte sich den Hessischen Meistertitel vor der Konkurrenz aus Stadtallendorf und Frankfurt. Der ganz große Sprung blieb am Sonntag leider aus. Ebenfalls im Hochsprung an den Start ging Florian Kanert, der für den TV Rendel startet, aber aktuell in Viernheim trainiert. Er übersprang 1,75 m, eine Höhe, mit der er unter seinen Möglichkeiten blieb.

Insgesamt konnten die AthletInnen bei den Hessischen Meisterschaften in Darmstadt trotz anspruchsvoller Bedingungen mehrere Spitzenplatzierungen erzielen und sich auf Landesebene erfolgreich präsentieren. Mit zwei Hessenmeistertiteln, einer Vizemeisterschaft sowie weiteren Finalplatzierungen fiel die Bilanz der Meisterschaften entsprechend positiv aus.
