Deutsche Jugend-Hallenmeisterschaften

Leichtathletinnen knüpfen an Saisonbestzeiten an

Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten der Jugend U20 zeigten sich die Nachwuchssprinterinnen des TSV Amicitia Viernheim in guter Form. Lilly Breunig, Chantal Schramm, Kira Hambücher und Emilie Meier wollten vor allem Erfahrung für die nationalen Titelkämpfe im Sommer sammeln.

Emilie Meier startete als einzige Viernheimerin über die 60 Meter. Die hessische Vizemeisterin über 100 Meter gehört noch der Altersklasse der Jugend U18 an. Dennoch nutze sie die Gelegenheit, die Abläufe bei großen Meisterschaften besser kennenzulernen.

Von 90 gemeldeten Sprinterinnen gingen nur 78 an den Start. In zehn Vorläufen qualifizierten sich die ersten drei jedes Laufes inklusive zwei Zeitschnellster für die Halbfinals.

Für Emilie Meier wurde es im sechsten Vorlauf ernst. Direkt neben ihr lief mit Sina Hammerschmitt von der TG Worms eine der Medaillenkandidatinnen, die den Lauf in 7,58 Sekunden souverän gewann.

Saisonbestleistung nicht genug

Meier überquerte die Ziellinie als siebte nach 7,92 Sekunden. Trotz Saisonbestzeit verpasste sie die Qualifikation für die nächste Runde um eine Zehntel und kam auf Platz 52.

Das Finale über die kurze Sprintstrecke entschied Denise Uphoff vom Sprintteam Wetzlar in 7,40 Sekunden knapp für sich. Das Podium komplettierten Beauty Somuah (7,41 Sekunden, ASV Köln) und Talea Prepens (7,49 Sekunden, TV Cloppenburg).

Motivation nach ausgefallener Staffel Anfang Februar

Erst am späten Nachmittag standen dann die Vorläufe über 4×200 Meter auf dem Plan. Nach der verletzungsbedingt ausgefallenen Staffel bei den Süddeutschen Meisterschaften der Jugend U18 waren die Viernheimerinnen hoch motiviert.

Während Chantal Schramm, Emilie Meier und Lilly Breunig noch der Jugend U18 angehören, startet Kira Hambücher regulär in der Altersklasse U20. Damit gehörten die Athletinnen des TSV Amicitia zu den jüngeren Staffeln.

Als 22. der Meldeliste hatten sie nur eine geringe Chance, einen der acht Finalplätze zu ergattern. Dennoch wollten sie ihre gute Form zeigen. Und das schafften sie auch.

Starke Zeit trotz kleinerer Behinderungen

Direkt im ersten von acht Vorläufen übergab Startläuferin Lilly Breunig den Staffelstab sicher an Chantal Schramm. Beim zweiten Wechsel auf Kira Hambücher kam es zu einer kleineren Behinderung durch andere Laufteilnehmerinnen, die nach ihrem Wechsel nicht schnell genug von der Bahn gingen. Bei 4×200 Meter-Staffeln ist das jedoch nichts Ungewöhnliches.

Das gleiche passierte auch beim abschließenden Wechsel von Hambücher auf Emilie Meier, die den Staffelstab nach 1:46,08 Minute ins Ziel brachte.

Die Qualifikation für das A- beziehungsweise B-Finale verpassten sie als 19. aller Vorläufe. Trotzdem waren sie zufrieden. Die Zeit war die zweitschnellste, die die vier jemals gelaufen sind.

Der Meistertitel ging am Sonntag in 1:38,73 Minute an die Staffel des TV Wattenscheid vor der Startgemeinschaft Team Sachsen-Anhalt (1:38,91 Minute) und dem LAC Berlin (1:40,23 Minute).

Vorbereitung auf die Sommersaison startet

Trainer Günter Schramm war mit den Leistungen seiner Schützlinge zufrieden. Gemeinsam mit Heinz Nicolin startet er nun die Vorbereitung auf die kommende Freiluftsaison. Im Sommer wollen alle Athletinnen und Athleten der Trainingsgruppe an die Leistungen aus der Halle anschließen.

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