Das vergangene Wochenende (02./03.05.) stand für die AthletInnen des TSV Amicitia Viernheim ganz im Zeichen der südhessischen Meisterschaften im Bürgerpark Darmstadt. Am Samstag standen die Wettkämpfe für die Altersklassen U14-U16 auf dem Plan, bevor am Sonntag die U12 sowie U18-Aktiven zeigen durften, was sie können.
Gold und Silber für Linus Zimmermann
In drei Disziplinen ging Linus Zimmermann an den Start, dem mit seinem ersten Lauf über 300 m mit einer Zeit von 42,97 s und Platz zwei ein vortrefflicher Einstand gelang. Noch besser lief es für Linus im Weitsprung, den er mit 5,22 m für sich entschied. Über die 100 m erreichte er außerdem den Endlauf, verzichtete allerdings im Sinne der anderen Disziplinen auf eine Teilnahme. Ebenfalls aktiv im Sprint und Weitsprung war Tamija Franca. Julia Skarlos absolvierte in der weiblichen U16 ihren ersten Hochsprung des Jahres und beendete ihn mit einer übersprungenen Höhe von 1,35 m. Ebenso hoch ging es für Jan Fast in der U16 hinaus, was Platz fünf in der Tageswertung bedeutete. Jan trat außerdem über die 80 m Hürden an.

Junge Viernheimer Damen zeigen sich wurfgewaltig
In der Altersklasse der U14 vertraten Lukas Munsch, Benjamin Eppel, Jona Rhein, Miray Murafova, Lucy Prechtl, Romy Konzelmann und Milena Riedel die Farben des TSV Amicitia Viernheim.
Gleich zwei Siege holten die Viernheimer in den Wurfdisziplinen. Romy konnte mit neuer persönlicher Bestleistung von 17,08 m den ersten Platz im Speerwurf erreichen. Ihre Teamkameradin Milena Riedel verpasste mit Platz vier nur knapp das Podest. Der zweite Sieg in einer Wurfdisziplin ging an Miray Murafova, die mit gestoßenen 6,22 m ihre Konkurrenz hinter sich ließ. Sie startete außerdem im Hoch- und Weitsprung, sowie über die 75 m. Ebenso vielseitig war Lucy Prechtl, die in vier Disziplinen an den Start ging, wobei Platz sechs über die 60 m Hürden ihr bestes Einzelergebnis darstellte.
Munsch läuft zu Bronze über 800 m
Bei den Jungs der U14 stach Lukas Munsch in seiner Paradedisziplin, dem 800 m-Lauf hervor. Mit einer Zeit von 2:34,84 min erreichte er Platz drei. In der gleichen Altersklasse wie Lukas waren auch Jona Rhein und Benjamin Eppel im Einsatz, die im Speerwurf mit Top-Ten-Platzierungen auf sich aufmerksam machen konnten.
Doppel-Gold für Viktor Lehnert
Sehr erfolgreich verlief auch der zweite Tag aus Werfer-Sicht. Viktor Lehnert (U18), der im Kugelstoßen und im Diskuswurf antrat, sicherte sich in beiden Wettbewerben souverän den südhessischen Meistertitel. Er überzeugte mit 11,29 m mit der Kugel und 31,70 m mit dem Diskus – beides im Bereich seiner persönlichen Bestleistung.

Sprinter kämpfen sich trotz Gegenwind zu Edelmetall
Mit schwierigen Bedingungen hatten die Sprinterinnen und Sprinter bei den Südhessischen Meisterschaften zu kämpfen. Ständiger Gegenwind zwischen -0,8 und -3,9 m/s verhinderte schnelle Zeiten und machte den Wettkampf, der zugleich eine wichtige Standortbestimmung zum Ende der zweiten Vorbereitungsphase darstellte, zu einer echten Herausforderung. Über 100 m der Männer überzeugten gleich zwei Athleten mit Finaleinzügen. Elias Maurer sprintete in 10,96 s auf einen hervorragenden zweiten Platz, dicht gefolgt von Marc Mercier, der sich in 11,23 s Rang drei sicherte. Ein ähnliches Bild gab es auch bei den Frauen. Sila Sönmezcicek wurde in 12,11 Sekunden Zweite, während Chantal Schramm mit 12,61 Sekunden den dritten Platz belegte. Marlene Schinagl verpasste nach dem Vorlauf den Finaleinzug. In der weiblichen U20 standen drei Viernheimerinnen im Finale über 100 m. Mit dem starken Gegenwind kam Chiara Heimberger am besten zurecht und sprintete zum südhessischen Vize-Meistertitel. Bronze ging an Alesia Gojani mit 13,83 s und Platz vier an Zoe Amougou-Janzer, ebenfalls vom TSV Amicitia Viernheim.

Zum Abschluss der Kurzsprint-Disziplinen trat die Frauenstaffel (Marlene Schinagl, Chantal Schramm, Alesia Gojani, Zoe Amougou-Janzer) an, musste den Traum vom Titel jedoch nach einer Disqualifikation beim ersten Wechsel früh begraben.
Nina Stöhr fliegt zu Hochsprung-Gold

Im Hochsprung der weiblichen U20 nahm Nina Stöhr Teil. Nach dem vierten Sprung mit einer übersprungenen Höhe von 1,62 m war früh klar, dass der Tagessieg nach Viernheim ging. Motiviert von den guten Versuchen, übersprang sie auch die 1,68 m im ersten Versuch – persönliche Bestleistung. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Mit hervorragenden Sprüngen überquerte sie auch 1,71 m (Quali DM U20) und 1,73 m (Quali DM U23) und war genauso glücklich, wie ihre Trainer Marco Wühler und Nicolas Honsowitz. Bei 1,76 m, der B-Qualifikations-Höhe für die deutschen Meisterschaften der Aktiven, war am Sonntag Schluss. Angesichts der Sprungqualität erscheint diese Höhe jedoch absolut erreichbar. Bei den Herren nahm Florian Kanert, für den TV Rendel startend, aber in Viernheim trainierend, den Hochsprung-Wettkampf auf. Mit einer übersprungenen Höhe von 1,77 m und guten Versuchen über die 1,80 m beendete er den Wettkampf zufrieden. Komplettiert wurde der Wettkampftag durch Florians 200 m- und Jannis Schmidts 800 m-Lauf. Beide zeigten auf den letzten Metern Stehvermögen bei nahezu hochsommerlichen Temperaturen am späten Sonntagnachmittag.
Viernheimer Jungs holen Staffel-Gold
In der Besetzung Philipp Haas, Joshua Resch, Jonas Kühn und Nico Weber starteten die Jungs der U12 in die 4×50 m-Staffel. Nach guten Wechseln stand eine Zeit von 31,17 s auf der Anzeigetafel, die auch bis nach dem zweiten Lauf die schnellste Tageszeit blieb – Gold für Viernheim. Die vier Jungs und Teamkamerad Jona Sinn starteten außerdem in vielen weiteren Disziplinen. Den Medaillensatz komplettieren konnte Nico Weber, der in der M10 Bronze im Hochsprung (1,10 m) und Silber im Ballwurf (37,50 m) gewann. Einen weiteren Podestplatz für den TSV Amicitia Viernheim holte Philipp Haas, der im Hochsprung mit übersprungenen 1,24 m Zweiter wurde.

Neben den Jungs gingen auch die Mädchen der U12, Sofia Sauer, Leonie Franz, Hannah Wolk und Leni Dewald (gemeinsam) an den Start. In der Staffel landete das Quartett auf Platz acht und auch in den Einzeldisziplinen konnten sie viele neue Erfahrungen sammeln und hatten allem voran sehr viel Spaß.

Die Viernheimer Mädels der U12 (v.l.) Hannah Wolk, Leni Dewald, Sofia Sauer und Leonie Franz mit ihrer Trainerin Jasmin Becht
Zum Abschluss eines intensiven Wettkampfwochenendes blickt der TSV Amicitia Viernheim auf zahlreiche starke Leistungen, persönliche Bestleistungen und mehrere Podestplätze zurück. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die konsequente Trainingsarbeit auszahlt und lassen optimistisch auf die kommenden Wettkämpfe der Saison blicken.
