Jochen Hofmann gegen die Besten Europas

TSV-Leichtathlet bei den Senioren-Europameisterschaften

Jochen Hofmann vom TSV Amicitia Viernheim beendete seine Saison mit einem besonderen Wettkampf. Er startete bei den Leichtathletik-Europameisterschaften der Senioren und erzielte in den Sprintdisziplinen gute Platzierungen im Mittelfeld.

Dabei verlief das Wettkampfjahr für Hofmann alles andere als rund. Immer wieder hatte der Athlet der Altersklasse M40 mit Krankheiten und Verletzungen zu kämpfen. Für Venedig hatte er daher zwei Ziele: Er wollte sowohl über 100 Meter als auch über die doppelte Distanz in das Halbfinale und dort an seine Jahresbestzeiten anknüpfen.

Direkt im Vorlauf über 100 Meter traf Hofmann ein hartes Los. Auf der Bahn neben dem Viernheimer startete mit dem Schweden Lion Martinez der Topfavorit auf den Titel. Martinez gewann den Lauf erwartungsgemäß überlegen in 11,23 Sekunden. Aber auch Hofmann schaffte als Dritter in 12,16 Sekunden die Qualifikation für das Halbfinale.

Gute Platzierung trotz Windpech

In diesem wollte Hofmann erneut angreifen und eine Zeit unter zwölf Sekunden laufen. Ein starker Gegenwind von 4,2 Metern pro Sekunde machten dies jedoch unmöglich. Hofmann überquerte die Ziellinie nach 12,64 Sekunden. „Der Start war gut, aber nach 60 Metern bin ich wie gegen eine Wand gelaufen“, fasste er das Rennen zusammen. Trotzdem konnte sich der Viernheimer über den 13. Platz in der internationalen Konkurrenz freuen.

Im Finale setzte sich Martinez in 11,18 Sekunden durch und gewann den Titel vor dem Deutschen Jochen Gippert und Rachid Chouhal aus Malta.

Fünf Tage später standen die Vorläufe über 200 Meter auf dem Programm. Hofmann blieb in 24,52 Sekunden nur knapp über seiner Bestleistung und sicherte sich damit den letzten Startplatz im Halbfinale.

Einen Tag später gelang Hofmann keine Steigerung mehr. In 24,81 Sekunden kam er auf einen guten 15. Rang, auch wenn er sich eine bessere Zeit gewünscht hatte. Im Finale erlief sich Lion Martinez in 22,62 Sekunden seinen zweiten Europameistertitel vor den Briten Ian Horsburgh und Dominic Bradley.

Viel Erfahrung gesammelt

Für Hofmann war es die erste Teilnahme bei internationalen Seniorenmeisterschaften, bei denen er besonders die Möglichkeit zum Austausch mit den anderen Athleten bei und auch neben den Wettkämpfen genutzt hat.

Eine ebenfalls neue Erfahrung machte Elias Maurer beim Länder-Vergleichskampf der U16 zwischen Württemberg, Bayern und Hessen. Der 15-Jährige wurde vom Hessischen Leichtathletik Verband eingeladen, um in Gomaringen die 100 Meter und die Sprintstaffel zu laufen.

Über die 100 Meter zeigte er in 11,73 Sekunden eine ordentliche Leistung und gewann damit den zweiten Zeitlauf. Allerdings ging Maurers Leistung nicht in die Wertung ein, da im ersten Zeitlauf mit Marc Mercier und Juan-Sebastian Kleta, dem fünfmaliger Deutscher Meister der M15, zwei Hessen schneller liefen als der Viernheimer.

Schnellste Staffel des Jahres

In der Staffel konnten die drei dann aber gemeinsam mit Juan-Esteban Kleta die volle Punktzahl von sechs Punkten einsammeln. In 43,31 Sekunden liefen sie eine außerordentlich starke Staffel und ließen die Teams aus Württemberg und Bayern hinter sich. In Hessen war zudem in diesem Jahr keine Staffel schneller als die Auswahl an diesem Tag.

Der dritte Einsatz für Maurer beim Vergleichskampf kam ungeplant. Der Viernheimer sprang im Hochsprung ein und übersprang dort 1,65 Meter. Somit sicherte der den Hessen einen weiteren Punkt, der später mit zum Gesamtsieg mit nur fünf Punkten Vorsprung vor der Mannschaft aus Württemberg. Die Auswahl aus Bayern kam auf den dritten Rang.

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